Die Bewerbung als Bühne nutzen – Tipps, wie du mit deiner Bewerbung punkten kannst!

Eine Bewerbung ist wie eine Bühne, auf der du dich präsentierst und die Aufmerksamkeit der Jury musst. Doch wie gelingt es, mit der eigenen Bewerbung zu überzeugen und die gewünschte Stelle zu ergattern? In diesem Artikel geben wir dir wertvolle Tipps und Tricks, wie du mit deiner Bewerbung punkten kannst.

Junge Frau schreibt ihre Bewerbung
Nutze deine Bewerbug als eine Bühne und punkte mit ihr beim Personaler! Bildquelle: Adobe Stock.

Wie ist eine Bewerbung aufgebaut?

Obwohl Bewerbungen per Post immer seltener verlangt werden, kommt es manchmal dennoch vor. Wenn dies der Fall ist, solltest du die Bewerbungsunterlagen wie folgt aufbauen: Anschreiben, Vorderseite der Mappe, Deckblatt, Lebenslauf, Anlagen, Rückseite der Mappe. Achte darauf, dass alles optisch zusammenpasst, mit gleichen Farben, Schriftarten und Schriftgrößen usw. Bei einer Bewerbung per E-Mail erfolgt die Platzierung in der gleichen Reihenfolge, nur die Mappe entfällt. Bei einer E-Mail-Bewerbung solltest du übrigens besonders sorgfältig vorgehen, eine saubere Form - vom Betreff, über den Text bis hin zum Bewerbungsfoto - ist unerlässlich. Eine Online-Bewerbung sollte nur aus einem Dokument bestehen, und das PDF-Format hat sich etabliert. 

Das muss unbedingt in deine Bewerbungsmappe!

  • Deckblatt: Es herrschen unterschiedliche Meinungen über die Verwendung eines Deckblatts - es ist keine Pflicht. Wenn du dich dafür entscheidest, kannst du darauf das Bewerbungsfoto, die angestrebte Position, persönliche Angaben und den Inhalt der Bewerbung angeben. 
  • Anschreiben: Das Anschreiben sollte an erster Stelle platziert werden und sollte daher übersichtlich gestaltet sein und den üblichen Normen entsprechen. Der erste Eindruck entsteht bei Personaler*innen während der Betrachtung. Ein typisches Anschreiben besteht aus vier Teilen: der Anschrift, dem Ort und Datum, dem Betreff und der persönlichen Anrede. In der Einleitung solltest du deine Motivation für die Stelle darlegen. Im Hauptteil geht es um das Eigenmarketing und deine persönlichen Kompetenzen. Du solltest erklären, warum du der richtige Bewerber oder die richtige Bewerberin für die Stelle bist und welche Kompetenzen, Qualifikationen, Erfahrungen und Erfolge du mitbringst. Danach solltest du den Bezug zum Unternehmen herstellen und beschreiben, welchen Mehrwert du dem Arbeitgeber bieten kannst. Im Schlussteil solltest du deinen Dank ausdrücken und mögliche Zeiträume für ein Vorstellungsgespräch angeben. Abschließend folgen Grußformeln, eine handschriftliche Unterschrift und ein Vermerk der Anlagen. Das Anschreiben sollte niemals länger als eine Seite sein und auf keinen Fall eine Kopie des Lebenslaufs darstellen. Es soll deine Motivation und Persönlichkeit unterstreichen und Aufmerksamkeit erregen. 
  • Lebenslauf: Der tabellarische Lebenslauf hat sich heutzutage etabliert. Er ist übersichtlich und sollte alle wichtigen Anlagen zu einer Person und der schulischen Laufbahn enthalten. Besonders wichtig sind zu Beginn die persönlichen Angaben wie Name, Geburtsdatum etc. Danach folgen die Schulbildung und eventuelle Praktikumserfahrungen, in chronologisch absteigender und – ganz wichtig: lückenloser Reihenfolge. Besondere Qualifikationen, wie Sprach – oder PC-Kenntnisse, absolvierte Zusatzkurse und andere Fähigkeiten folgen. Hobbies und Freizeitaktivitäten, ehrenamtliche Dienste oder Vereinsmitgliedschaften, welche deine Persönlichkeiten herausstellen, kommen im Anschluss. Abgeschlossen wird die Vita mit Ort, Datum und deiner Unterschrift.  
  • Bewerbungsfoto: Auch das Bewerbungsfoto ist kein Muss, empfehlenswert ist es aber allemal. Du kannst es entweder auf dem Lebenslauf, standartmäßig oben rechts, oder direkt auf dem Deckblatt platzieren. Wichtig ist, dass du ein professionelles Bewerbungsfoto machen lässt, denn das Foto trägt zum ersten Eindruck bei. Wert sollte dabei auf gleich mehreres gelegt werden: Gesichtsausdruck, Ausstrahlung und Frisur, die Kleidung, aber auch deine Körperposition und der Hintergrund sind ausschlaggebend.  
  • Anlagen: An die Bewerbung anhängen kannst du beispielsweise Praktikums – oder Schulzeugnisse, Zertifikate, Arbeitsproben oder ein Motivationsschreiben. Sie sind für den Arbeitgeber wichtig, um die Richtigkeit der Angaben in der Vita überprüfen zu können. Bei den Zeugnissen unbedingt auf die “Geheimsprache” achten und gegebenenfalls aussortieren.  

Diese Fehler solltest du unbedingt vermeiden

Standards kopieren

Vor lauter Panik willst du Vorlagen übernehmen? Das ist nicht gut, da dies der Arbeitgeber sofort merkt. Bei standardisierten Bewerbungsschreiben fehlt der Bezug zum Unternehmen oder zur jeweiligen Stellenausschreibung - Standards und Floskeln signalisieren Unsicherheit und im schlechtesten Fall Bequemlichkeit. Eine Falle gleich am Anfang: Niemals Damen und Herren schreiben, immer einen direkten Ansprechpartner anreden. Deren Namen lassen sich immer rausfinden. Und was den großen wichtigen Rest der Bewerbung betrifft: Ohne persönliche Motivation und ohne auf den Job bezogene individuelle Skills geht gar nichts. Du solltest dich niemals an der Stelle vorbei bewerben durch Austauschbarkeit. Weg von “hiermit bewerbe ich mich” und ausgelutschten Worthülsen wie “Teamfähigkeit”, “Zielstrebigkeit” oder “Stressresistenz”. Wenn du glaubst, dass du genau zu diesem Unternehmen passt, dann sag es - vom Einstieg an und auf deine individuelle Art. Und belege es: Über deine Motivation, deine persönlichen Eigenschaften und deine sorgfältig geschilderten Fähigkeiten, die nicht austauschbar sind. Sag es in deinen Worten. 

Formfehler

Formale Fehler rund um die Sprache und Darstellung gelten als Minenfeld. Und vor allem in der Menge als grandioses K.O.-Kriterium. Unter Formfehler fallen schonmal Rechtschreib – und Grammatik-Patzer. Und egal wie klein sie sind – auch Kommata gehören dazu. Falls du Schwierigkeiten hast, gibt es Rechtschreib – und Grammatik-prüfprogramme in jedem Textverarbeitungssystem. Aber weil diese auch nicht perfekt sind, hilft es dir generell, Sprachprofis draufschauen zu lassen. Und apropos Grammatik: Konjunktive sollest du am besten vermeiden. “Würde”, “könnte", "hätte” gehören in keine Bewerbung – du willst diesen Job schließlich ohne Einschränkungen! Schreib also am besten: “Ich kann” anstatt “ich könnte”. Dies fühlt sich nicht nur für den Schreiber, sondern auch für den Leser besser an und signalisiert neben Selbstbewusstsein auch noch Kompetenz. Ein weiterer, wichtiger Punkt, der zwar klein, aber durchaus wichtig ist, ist die korrekte Schreibweise des Namens der Firma und des Ansprechpartners oder der Ansprechpartnerin. Fehler wie diese signalisieren mangelnde Aufmerksamkeit und fehlende Wertschätzung. Auch die Länge gehört zu Form und Format, schreibe also nie mehr als eine Seite und vermeide Blocksatz oder Flattersatz. Kurz und markant bleiben ist die Devise.  

Nicht-Authentizität oder Lügen

Ob im Lebenslauf, im Anschreiben oder schließlich beim Bewerbungsgespräch: Unehrlichkeit hinsichtlich eigener Fähigkeiten und Kompetenzen geh gar nicht – und kommt sowieso irgendwann raus. Wenn du also ein Kriterium nicht erfüllst, solltest du nichts erfinden, sondern mit Skills, die für das Unternehmen und den Job womöglich genau so wertvoll sind, es versuchen auszugleichen. Mankos anzusprechen oder zuzugeben funktioniert ohnehin besser, weil Aufschneiderei und Eigenlob jeden Arbeitgeber oder Arbeitgeberin misstrauisch machen. Du solltest deswegen versuchen, den sehr schmalen Grat zwischen Selbstbewusstsein und Arroganz sensibel auszubalancieren.  

Unpassende Sprache macht unpassende Tonalität

Sprache und Wortwahl bestimmen Tonalität. Weder gedrechseltes Beamtendeutsch noch zwangslockere Umgangssprache punkten prima. Das eine kann wie das andere wahlweise unauthentisch oder fehl am Platz wirken und im schlechtesten Fall Unsensibilität und Unhöflichkeit transportieren. Gewünscht ist eher ein goldener Mix aus selbst gefundener eigener Sprache, die außerdem versucht, die Tonalität des Unternehmens wahrzunehmen und sehr sensibel aufzugreifen, ohne zu dick aufzutragen. Authentizität plus Sensibilität plus Sorgfalt ist die Zauberkombi. Lass dich im Zweifelsfall beraten. Es gibt Profis, die dir helfen, dich so auszudrücken, wie du dich selbst siehst und wie dich andere verstehen. Du kannst dich übrigens auch im Bewerben trainieren lassen.  

Grober Fehler: Aufgeben

Du hast alles versucht und es hat trotzdem nicht funktioniert? Das solltest du nicht persönlich nehmen. Erstens ist niemand perfekt und zweitens auch nicht das Unternehmen – das im Fazit vielleicht auch nicht zu dir passt. Aufgeben ist keine Option: Auch andere Arbeitgeber machen spannende Ausschreibungen – und brauchen vielleicht genau dich!  

Schau doch hier mal vorbei!

Fazit: Auch du kannst mit deiner Bewerbung landen!

Die Bewerbung als Bühne zu betrachten und entsprechend zu gestalten, kann den entscheidenden Unterschied machen, wenn es darum geht, aus der Masse herauszustechen und die gewünschte Stelle zu ergattern. Es ist entscheidend, Fehler zu vermeiden und stattdessen deine Stärke und Qualifikationen gekonnt in Szene zu setzen. Die Bewerbung bietet dir die Möglichkeit, dich von deiner besten Seite zu zeigen und den entscheidenden Eindruck zu hinterlassen. Nutze diese Chance, sei bereit, die Bühne zu betreten und mit deiner Bewerbung zu glänzen!  

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