Handwerkliche Ausbildung in Franken: Finde hier deine Berufung

aktualisiert am 20.02.2026  | 
Artikel von: Stefan Zinke
Das Handwerk ist ein äußerst vielfältiges Arbeitsumfeld. ©rh2010, Adobestock.com

Du liebst es, Dinge zusammenzubauen oder zu reparieren und bist dabei äußerst geschickt? Statt den ganzen Tag im Büro vor einem Bildschirm zu sitzen, willst du anpacken und Geist und Körper beanspruchen? Dann liegt die Sache doch auf der Hand – deine Karriere führt eindeutig in die handwerkliche Richtung.

Die Liste der Ausbildungen in handwerklichen Berufen ist lang, insgesamt stehen über 130 Handwerksberufe zur Auswahl. Vom Änderungsschneider bis zum Fliesenleger ist alles dabei. Was viele nicht wissen: Handwerker bauen nicht nur Häuser. Beispielsweise im Gesundheitssektor gibt es gute Karrierechancen für Handwerker – etwa in der Augenoptik oder in der Zahntechnik.

Die wichtigsten Fakten: Das solltest du über handwerkliche Ausbildungen wissen

Eine Ausbildung im handwerklichen Bereich bietet vielseitige Möglichkeiten und bereitet dich auf eine Karriere in verschiedenen Branchen vor. Sie ist also eine solide Grundlage für eine langfristige Karriere in verschiedenen Wirtschaftszweigen, die dir vielfältige Weiterentwicklungsmöglichkeiten bietet.

  • Vielfalt an Berufen: Über 130 anerkannte Handwerksberufe stehen zur Auswahl – von Bau und Ausbau über Elektro und Metall bis hin zu Gesundheit, Körperpflege und Lebensmittelhandwerk.
  • Duale Struktur: Die Ausbildung kombiniert praktische Arbeit im Betrieb mit theoretischem Unterricht in der Berufsschule. Zusätzlich finden überbetriebliche Lehrgänge in Bildungszentren der Handwerkskammern statt.
  • Ausbildungsdauer: Je nach Beruf zwischen 2 und 3,5 Jahren. Beispiele: Änderungsschneider 2 Jahre, Tischler 3 Jahre, Kfz-Mechatroniker 3,5 Jahre. Eine Verkürzung ist bei guten Leistungen oder höherem Schulabschluss möglich.
  • Vergütung: Die Ausbildungsvergütung variiert nach Beruf und Region. Typische Spanne im 1. Ausbildungsjahr: ca. 700–1.200 € brutto, hängt aber von einigen Faktoren ab. Im Baugewerbe oft überdurchschnittlich, in tarifgebundenen Betrieben generell höher.
  • Voraussetzungen: Formal gibt es meist keine Mindestanforderung an den Schulabschluss. Wichtiger sind handwerkliches Geschick, technisches Verständnis, körperliche Belastbarkeit und Sorgfalt – je nach Beruf auch Kreativität oder Kundenkontakt.
  • Karrierechancen: Nach der Ausbildung sind Weiterbildungen zum Meister, Techniker oder Gestalter im Handwerk möglich. Der Meisterbrief ist laut Deutschem Qualifikationsrahmen dem Bachelor gleichgestellt, ermöglicht die Selbstständigkeit und berechtigt zur Ausbildung von Lehrlingen.
  • Zukunftsperspektiven: Handwerker sind gefragt – der Fachkräftemangel sorgt für gute Übernahmechancen und sichere Arbeitsplätze. Das Handwerk verbindet Tradition mit moderner Technik und bleibt ein unverzichtbarer Teil der Gesellschaft.

Beliebte handwerkliche Ausbildungsberufe: Was liegt im Trend?

  • Augenoptiker/in: Du unterstützt deine Kunden bei der Wahl von Brillen, die in modischer und augenoptischer Hinsicht zu ihnen passen. Die meisten Auszubildenden haben einen mittleren Bildungsabschluss.
  • Zahntechniker/in: Du stellst in Handarbeit festsitzenden Zahnersatz wie Zahnkronen, Brücken und Implantate oder herausnehmbaren Zahnersatz her. Außerdem erstellst du kieferorthopädische Geräte zur Zahnregulierung (Spangen) und reinigst oder reparierst Zahnersatz sowie zahn- und kieferregulierende Geräte. Hier solltest du einen mittleren Bildungsabschluss oder gar ein Hochschulabschluss vorweisen.
  • Kraftfahrzeugmechatroniker/in: Der Beruf des Kfz-Mechatronikers erfreut sich schon seit Jahren großer Beliebtheit. Dabei wartest du Kraftfahrzeuge, prüfst die fahrzeugtechnischen Systeme, führst Reparaturen aus und rüstest die Fahrzeuge mit Zusatzeinrichtungen, Sonderausstattungen und Zubehörteilen aus. Ein mittlerer Bildungsabschluss wird gerne gesehen.
  • Maler und Lackierer/in: Du gestaltest und behandelst Innenwände, Decken, Böden und Fassaden von Gebäuden sowie die Oberflächen von Objekten aus verschiedenen Materialien. Die meisten Auszubildenden weisen einen Hauptschulabschluss vor.

Die bestbezahlten Ausbildungen in handwerklichen Berufen

Im Handwerk kannst du, je nach Beruf, gutes Geld verdienen. Viele Handwerksberufe aus dem Bauwesen bieten dir attraktive Ausbildungsvergütungen und gehören später zu den bestbezahlten Berufen.

Folgende Ausbildungsberufe sind dabei besonders gut vergütet:

  • Fluggerätemechaniker/in: Durchschnittlich 3.900 Euro brutto
  • Kanalbauer/in: Durchschnittlich 3.125 Euro brutto
  • Straßenbauer/in: Durchschnittlich 3.100 Euro brutto
  • Dachdecker/in: Durchschnittlich 3.050 Euro brutto

Work-Life-Balance in handwerklichen Ausbildungsberufen

Die Work-Life-Balance in handwerklichen Ausbildungsberufen kann je nach Branche und Arbeitsplatz variieren. Grundsätzlich ist die Arbeitszeit oft früh am Morgen bis zum Nachmittag, was eine klare Trennung zwischen Arbeits- und Freizeit ermöglicht. Allerdings können körperlich anstrengende Tätigkeiten oder saisonale Arbeitsspitzen, wie etwa in der Baubranche, die Balance manchmal herausfordernd machen. In vielen Betrieben sind Überstunden eher selten und werden oft durch Freizeit ausgeglichen oder extra vergütet. Dank geregelter Arbeitszeiten und häufig freier Wochenenden bleibt Azubis im Handwerk in der Regel genug Zeit für Erholung und Freizeitaktivitäten.

Handwerkliche Ausbildungsberufe von A-Z

  • Änderungsschneider/in
  • Anlagenmechaniker/in
  • Augenoptiker/in
  • Bäcker/in
  • Beton- und Stahlbetonbauer/in
  • Brauer und Mälzer/in
  • Dachdecker/in
  • Elektroniker/in
  • Feinwerkmechaniker/in
  • Fotograf/in
  • Fliesenleger/in
  • Flugzeugbauer/in
  • Goldschmied/in
  • Graveur/in
  • Kanalbauer/in
  • SHK-Anlagenmechaniker/in
  • Maler und Lackierer/in
  • Maurer/in
  • Mechatroniker/in
  • Metallbauer/in
  • Raumausstatter/in
  • Schuhmacher/in
  • Straßenbauer/in
  • Tischler/in
  • Textilreiniger/in
  • Uhrmacher/in
  • Zahntechniker/in

Deep Dive: Der Handwerksberuf hat Zukunft

Eine Ausbildung im Handwerk erfordert Einsatz und Ausdauer und nicht jeden Tag steht der Spaß im Vordergrund. Einerseits gehört das Handwerk zu den traditionsreichsten Berufsfeldern, die es gibt. Gleichzeitig geht das Handwerk auch mit der Zeit. Das moderne Handwerk wird auch in Zukunft immer wichtiger. Das Handwerk ist und bleibt ein unersetzbares Gewerbe für unserer Gesellschaft. Es gibt also zahlreiche Gründe, jetzt mit einer handwerklichen Ausbildung zu beginnen.

Neugierig auf handwerkliche Ausbildungen geworden?

Dann findest du hier die Top-Arbeitgeber in Franken für diesen Bereich. Schicke noch heute deine aussagekräftige Bewerbung los und ergattere einen Ausbildungsplatz für deinen Traumjob!

Ago  Sperber

Wormser  Dechant

Diakonie Kulmbach  Geis Industrie Service

Dörnhöfer  Fehrer Automotive

Heinz Glas  Krumpholz Karl Rohrbau

Limes Schlossklinik Fürstenhof GmbH  Loparex Germany

Mediteam  M. Roth

Paul & Co  Pabst Transport

Rösler Oberflächentechnik  Wunder Bedachungen

Schunder  Franken Guss

Maxit  

Glen Dimplex  Kaiserdom Brauerei