Soziale Arbeit im Fokus: Karrierewege, Berufsfelder, und Gehaltsperspektiven im Überblick

Junge Menschen halten ihre Hände zusammen.
So startest du in der sozialen Arbeit richtig durch. // Quelle: AdobeStock

Was ist soziale Arbeit?

Soziale Arbeit ist aus der Verbindung von Sozialarbeit und Sozialpädagogik hervorgegangen und verbindet die Prävention und Lösung von sozialen Problemen mithilfe verschiedener Prozesse. Diese 4 Grundätze bilden die Grundlage der sozialen Arbeit:  

  • die Prinzipien der sozialen Gerechtigkeit  
  • die Menschenrechte  
  • die gemeinsame Verantwortung  
  • die Achtung der Vielfalt  

Ziel dieses Berufsfeldes ist es, den sozialen Wandel und die Lösung von zwischenmenschlichen Beziehungen zu fördern und für bessere Verhältnisse sowie Umstände zu sorgen.  

Ausbildung oder Studium?

Du bist dir nicht sicher, welche Lehrform die richtige für dich ist? Soziale Arbeit kannst du sowohl studieren als auch anderweitig erlernen. Hierfür gibt es ein großes Angebot an Ausbildungen und eine Auswahl an Berufsfeldern und Betrieben.  

  • Sozialassistent  
  • Gesundheits- und Krankenpfleger  
  • Heilerziehungspfleger  
  • Jugend- und Heimerzieher  
  • Haus- und Familienpfleger  

Soziale Arbeit studieren

Du bist sozial kompetent, hast Empathievermögen, und kannst gut mit Menschen? Dann ist das Studium der sozialen Arbeit genau das Richtige für dich. Die Voraussetzungen sind nicht immer gleich. Das Studium soziale Arbeit ist mit dem Abitur, der Fachhochschulreife oder sogar einer passenden Berufsausbildung möglich. Das Studium ist mit 6-8 Semestern ein Bachelorstudiengang, welcher anschließend mit dem Master beendet werden kann. Zusätzlich zur Theorie kannst du durch Praktika schon einige Einblicke in deine spätere Tätigkeit sammeln. Typische Inhalte des Studiums sind:  

  • Grundlagen der Pädagogik  
  • Grundlagen der Psychologie  
  • Grundlagen der Soziologie  
  • Grundlagen und Methoden der sozialen Arbeit  
  • Grundlagen der BWL  
  • Öffentliches Recht  
  • Sozialrecht  

Zum Bachelor ist zudem meist noch der Abschluss als staatlich anerkannter Sozialpädagoge/ Sozialarbeiter möglich. Die meisten Absolventen entscheiden sich nach ihrem Studium für einen der folgenden Berufe:  

  • Sozialarbeiter  
  • Psychologe/ Psychotherapeut/ Seelsorger  
  • Pädagogin  
  • Diakon  
  • Suchtberater  

Welche Arbeitsbereiche gibt es?

Die Möglichkeiten nach einem abgeschlossenen Studium sind vielfältig und können individuell ausgesucht werden. Die meistgeeigneten Einrichtungen hierfür sind öffentliche und freie Träger. Öffentliche Träger stehen in der Verantwortung des Staates, der Kommunen, der Länder- oder des Bundes. Hierzu zählen Jugendämter, Gesundheitsämter, Sozialämter, Arbeitsämter, Schulen, und Justizeinrichtungen. Freie, oder auch private Träger, sind oft gemeinnützige Organisationen, wie Wohlfahrtsverbände, wie die Arbeiterwohlfahrt, die Caritas und das rote Kreuz. Die Aufgaben, die dich also nach dem Studium erwarten, sind:  

  • Jugendhilfe  
  • Hilfe zur Erziehung  
  • Soziale Dienste  
  • Sozialplanung  
  • Frauenförderung  
  • Suchtberatung  
  • Gesundheitshilfe  
  • Straffälligenhilfe  
  • Gerontologie  
  • Sozialarbeit mit Ausländern  
  • Einrichtung für Behinderte  

Die bestbezahlten sozialen Berufe

Natürlich ist es interessant zu wissen, welche Höhe das spätere Gehalt haben wird. Das Vorurteil, soziale Arbeit bringt nicht viel Geld, stimmt nicht. Es ist abhängig, welche Art von Berufsfeld ausgeführt wird, welche Qualifikationen du hast, wer dein Arbeitgeber ist, wo dessen Standort ist und wieviel Berufserfahrung du hast. Das sind die Berufe, mit dem höchsten monatlichen Bruttogehalt Gehalt:  

  • Sozialwissenschaftler: 3.677€  
  • Pflegepädagoge: 3.320€  
  • Sozialarbeiter: 2.977€  
  • Sonderpädagoge: 2.868€  
  • Sozialmanager: 2.838€  
  • Sozialwirt: 2.820€  
  • Sozialpädagoge: 2.764€  
  • Erzieher: 2.656€  
  • Heilpädagoge: 2.094€  
  • Sozialhelfer: 2.043€  

Fazit

Soziale Arbeit ist kein einheitlicher Berufsweg. Du hast viele Möglichkeiten, deine Interessen und Fähigkeiten während eines Studiums oder einer Ausbildung herauszufinden und somit die perfekte Grundlage für das spätere Berufsleben