Jobwechsel - Ja oder Nein?

Ein neuer Job bringt Abwechslung ins Berufsleben. Man kann andere Branchen erkunden, neue Erfahrungen sammeln und sich insgesamt weiterbilden. Es gibt jedoch gute und auch schlechte Gründe, einen Jobwechsel anzustreben. Welche das sind und was du bei einem ordentlichen Jobwechsel unbedingt beachten sollte, haben wir hier für dich zusammengefasst!  

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Frau liegt auf dem Sofa und tippt etwas in ihren Laptop ein.

Gute Gründe, den Job zu wechseln

1. Der Job hat einen negativen Einfluss auf deine Gesundheit: Wenn dein Job negative Auswirkungen auf deine psychische und auch körperliche Gesundheit hat, ist es Zeit, über einen Jobwechsel nachzudenken. Damit sind akute Kopfschmerzen aufgrund des Stresses, ein negatives Selbstwertgefühl und auch Schlafstörungen gemeint. Es gilt: Gesundheit geht in jedem Fall vor. Achte aber darauf, dass du bei deinem neuen Arbeitgeber angibst, dass sich durch diesen Jobwechsel deine Situation verbessern wird. Kündigst du zum Beispiel deinen alten Job aufgrund von Rückenproblemen, sollte der neue Job im besten Fall Rücken schonend sein.  

2. Zu hohe Ansprüche: In vielen Berufen kommt es dazu, dass die Vorgesetzten hohe Ansprüche an ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben. Jedoch gibt es auch hier Grenzen. Manche Ansprüche sind einfach zu hoch und man kann ihnen schlichtweg nicht gerecht werden. Wenn dein Chef also nie zufrieden mit deiner Arbeit ist und unrealistische Anforderungen stellt, lohnt es sich, über einen Wechsel nachzudenken.  

3. Der Wunsch nach Weiterentwicklung: Der Wunsch nach einer beruflichen oder fachlichen Weiterentwicklung ist ein guter Grund, um über einen Jobwechsel nachzudenken. Auch eine Ausbreitung in eine andere Branche, die dich interessiert ist, ein Argument, das dafürspricht. In jedem Fall solltest du dich fragen, ob es dir für deine berufliche und persönliche Entwicklung positive Aspekte erbringt.  

4. Familiäre Veränderungen: Dein Partner oder deine Partnerin tritt eine neue Stelle an und ihr habt euch entschieden, gemeinsam in eine andere Stadt zu ziehen? Dann ist das auch ein valider Grund, einen Jobwechsel anzustreben. Doch auch andere familiäre Gründe können ausschlaggebend für eine berufliche Veränderung sein. Jedoch solltest du dir im Vorhinein bewusst sein, was du bei deinem Arbeitgeber als Gründe für deine Wechselmotivation angeben möchtest, da du eventuell etwas mehr über dein Privatleben erzählen musst.  

Gründe, den Job NICHT zu wechseln

1. Du kommst mit deinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen nicht aus: Du wirst nicht mit allen Menschen in deinem Umfeld auskommen – und das musst du auch nicht. Wenn dir dein Job eigentlich gut gefällt, er dich fordert und du dich weiterbilden kannst, sollten unsympathische Kollegen und Kolleginnen nicht der Grund dafür sein, deinen Job wechseln zu wollen. Außerdem kann es sein, dass du dich an deinem neuen Arbeitsplatz auch nicht besser mit ihnen verstehst. Solange es nicht zu brutalem Mobbing auf dem Arbeitsplatz kommt, solltest du privates von beruflichem einfach trennen und deinen Job trotzdem weiterhin so ausführen wie bisher. Es ist zwar schön, wenn an mit seinen Kollegen und Kolleginnen gut auskommt, jedoch muss man nicht zwangsläufig mit ihnen befreundet sein.  

2. Allgemeiner Frust: Wenn du einen Arbeitstag hast, an dem dich einfach alles frustet, solltest du stets daran denken, dass es Frusttage in jedem Berufsfeld gibt. Das bedeutet, sie fallen nicht einfach weg, wenn du einen neuen Job startest. Frust sollte somit kein ausschlaggebender Grund sein, deinen Job zu wechseln.  

3. Kritik: Natürlich ist eine Beanstandung nicht immer angenehm. Jedoch bringt Kritik, solange sie konstruktiv und fachlich ausgedrückt ist, auf lange Sicht nur positive Aspekte. Denn durch Fehler lernt man ja bekanntlich, daher solltest du Kritik im Berufsleben nicht negativ aufnehmen und gleich den Job wechseln, sondern versuchen, aus deinen Fehlern zu lernen.  

4. Langeweile: Viele sind sich nicht bewusst, dass sie für Langweile im Job tatsächlich selbst verantwortlich sein können. Es ist ganz normal, dass es an manchen Tagen weniger zu tun gibt und es sich anfühlt, als würde der Tag sich wie Kaugummi ziehen. Jedoch kannst du diese Stunden nutzen, um andere Aufgaben zu erledigen, vorzuarbeiten oder dich in deinem aktuellen Berufsfeld weiterbilden. Langeweile sollte kein Grund sein, einen Job zu wechseln und kommt auch nicht gut an, wenn man es bei einem potentiellen neuen Arbeitergeber als Wechselmotivation nennt.  

Was musst du bei einem Jobwechsel beachten?

Du hast die Entscheidung getroffen und möchtest einen Jobwechsel anstreben? Dann musst du ein paar Dinge auf jeden Fall noch beachten.  

1. Stellen recherchieren: Bevor du deinen Job überhaupt wechseln kannst, brauchst du eine alternative Stelle. Deshalb solltest du dich frühzeitig darüber informieren, welche Stellen derzeit angeboten werden. Dies kannst du in diversen Jobbörsen und auf dem Arbeitsmarkt machen. Es ist auch wichtig, dass du deine Bewerbungsunterlagen daraufhin erneuerst und mit dem Verschicken der Bewerbungen beginnst.  

2. Arbeitsvertrag unterschreiben: Wenn du dann eine neue Stelle gefunden hast, kommt es im nächsten Schritt dazu, dass du deinen neuen Arbeitsvertrag aushandelst. Ist dies noch nicht möglich, solltest du nach einer schriftlichen Zusage fragen.  

3. Die alte Stelle kündigen: Du solltest deinen alten Job erst kündigen, wenn du Sicherheit im neuen Job hast. Nun kannst du eine formelle, schriftliche und professionelle Kündigung einreichen. Hier ist es sehr wichtig, dass du dich an die gesetzlichen Kündigungsfristen hälst.  

4. Arbeitszeugnis erlangen: Nach Beendigung eines Arbeitsverhältnisses hast du einen gesetzlichen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis. Möchtest du ein sogenanntes “qualifiziertes” Arbeitszeugnis, solltest du dies explizit bereits im Kündigungsschreiben fordern. Ansonsten wird dir nur ein einfaches Arbeitszeugnis ausgestellt.  

5. Ordentlich Abschied nehmen: Wenn dein letzter Arbeitstag da ist, solltest du dich auf jeden Fall noch einmal von allen deinen Kollegen und Kolleginnen verabschieden. Auch ein letztes Gespräch mit ihren Vorgesetzten ist wichtig und ein “Danke” im Exit-Gespräch kommt gut an. Im besten Fall trennst du dich von deiner alten Arbeitsstelle im Guten, denn ein Jobwechsel gelingt immer besser, wenn man ohne negative Gefühle startet!   

Fazit: Kein Jobwechsel ohne neues Ziel

Ein Jobwechsel sollte nicht grundlos sein. Bei einem Vorstellungsgespräch für einen neuen Job wird man oft nach den Gründen gefragt, wieso man den Job wechseln möchte. Du solltest dir also darüber bewusst sein, dass manche Wechselmotivationen gut und manche eher schlecht bei potentiellen Arbeitgebern ankommen können. Des Weiteren ist ein Jobwechsel keine Sache von fünf Minuten und man sollte die oben genannten Schritte eines Jobwechsels unbedingt einhalten, damit alles formell und ordentlich abläuft. 

Danach steht dem Jobwechsel nichts mehr im Weg!   

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