Homeoffice – Die Vor- und Nachteile

Der Begriff Homeoffice ist jedem bekannt. Doch was genau ist das? Was sind die Vorteile, was sind die Nachteile und wie kannst du deinen Vorteil daraus ziehen? Wir zeigen es dir! 

Eine Frau arbeitet im Homeoffice.

Homeoffice: Was genau kannst du dir darunter vorstellen?

Der Begriff Homeoffice beschreibt das Ausführen der beruflichen Tätigkeit in deinem eigenen Heim. Viele Gründerinnen und Gründer agieren zunächst von zuhause aus, bevor sie ein eigenes Büro oder einen Platz in einem Coworking Space mieten. Auch mobiles Arbeiten ist weit verbreitet. Im Gegensatz zum Homeoffice kannst du hier von überall auf der Welt ausarbeiten. Ob du nun zuhause bist, in einem Café oder in einem beliebigen Ort im Ausland – dir sind keine Grenzen gesetzt. Voraussetzungen sind zumeist nur eine stabile Internetverbindung und ein PC.  

Die Vorteile des Homeoffice

Welche Vorteile bringt das Homeoffice mit sich? Wir zeigen es dir. 

  • Geringere Kosten für Arbeitgebende und Arbeitnehmende: Bis du Gründerin oder Gründer, bietet das Homeoffice eine gute Möglichkeit, vor allem zu Beginn der Gründung, Kosten zu sparen. Du musst nicht nach den perfekten und bezahlbaren Büroräumen und kannst die meisten Dinge ganz einfach von zuhause aus erledigen. Auch die Fahrtkosten fallen für dich als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer als auch als Arbeitgeber oder Arbeitgeberin weg.  
  • Zeitersparnis: Bei der Arbeit von zuhause aus ersparst du dir den Weg ins normale Office und wieder zurück. Gerade in Ballungsräumen mit viel Verkehr kann dies ein großer Vorteil sein. Die dadurch gewonnenen Stunden kannst du dann entweder zum Arbeiten oder für mehr Freizeit nutzen.  
  • Eigene Wohlfühlatmosphäre: Im Homeoffice kannst du dir deinen Arbeitsplatz so gestalten wie du es möchtest. So kannst du eine hohe Produktivität erreichen – denn du kannst dich auf dich konzentrieren und wie du am besten arbeitest. Du musst keine Rücksicht auf Kolleginnen und Kollegen nehmen, die normalerweise mit dir im Büro sitzen würden.  
  • Höhere Flexibilität: Durch das Arbeiten im Homeoffice kannst du flexibler werden. Du hast die Möglichkeit, Kinder oder andere Angehörige besser zu betreuen. Auch kannst du angepasster an deinen individuellen Biorhythmus arbeiten, solltest du kein fixes Büro oder Anwesenheitszeiten haben. Das Homeoffice kann als zu einer besseren Work-Life-Balance führen.  
  • Mehr Selbstbestimmung: Die Arbeit im Homeoffice gibt dir die Möglichkeit, in größerem Maße selbst zu bestimmen, wann du welche Aufgaben erledigen willst. Diese Entscheidungen selbst treffen und den Tag individuell strukturieren zu können, erhöht bei vielen Menschen die Zufriedenheit und damit auch die Produktivität. 

Die Nachteile des Homeoffice

Natürlich gibt es auch Nachteile, die das Homeoffice mit sich bringt.  

  • Weniger soziale Kontakte: Heutzutage bieten Chat- und Videokonferenz-Tools ausgezeichnete Möglichkeiten, um auch im Homeoffice mit den Kollegen und Kolleginnen in Verbindung zu bleiben und die interne Kommunikation zu optimieren. Dennoch müssen wir zugeben, dass es nicht dasselbe ist, seine Kollegen und Kolleginnen im Büro zu sehen – ohne gemeinsame Mittagessen oder den üblichen Flurfunk. Daher kann der reduzierte soziale Kontakt zu den Kollegen und Kolleginnen oft zu Einsamkeit führen, was langfristig möglicherweise negative Auswirkungen auf die Psyche haben kann. 
  • Erschwerte Aufstiegschancen: Im Homeoffice bedeutet es für dich als Vorgesetzten einen gewissen Kontrollverlust, denn du hast deine Mitarbeiter nicht mehr ständig im Blick. Für dich als arbeitnehmende Person kann sich diese fehlende Sichtbarkeit gerade, was die Aufstiegschancen anbelangt negativ auswirken. Wenn du ausschließlich im Homeoffice arbeitest, hat dein Vorgesetzter oder deine Vorgesetzte bei der nächsten Gehaltsrunde vielleicht nicht auf dem Schirm und du wirst deshalb einfacher bei Gehalterhöhungen übergangen. 
  • Schnelle Ablenkungen  
  • Hohe Selbstdisziplin nötig: Weniger Kontrolle und mehr Eigenverantwortung können zwar motivierend wirken, stellen aber gleichzeitig auch hohe Ansprüche an die Selbstdisziplin, die du im Homeoffice an den Tag legen musst. 
  • Längere Kommunikationswege nötig: Durch Homeoffice entstehen längere Kommunikationswege, da die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nicht mehr physisch im selben Büro arbeiten. Dadurch müssen sie auf alternative Kommunikationsmittel wie E-Mails, Telefonate oder Videokonferenzen zurückgreifen, um miteinander zu kommunizieren. Dies kann zu Verzögerungen und Missverständnissen führen, da die direkte persönliche Interaktion fehlt und die Kommunikation oft nicht so schnell und effizient verläuft wie im Büro. Außerdem können verschiedene Zeitzonen und flexible Arbeitszeiten dazu beitragen, dass die Kommunikation länger dauert. 

Produktiv im Homeoffice – 3 Tipps, die dir helfen können

Du arbeitest im Homeoffice und fragst dich, wie du produktiv arbeiten kannst? Wir haben 3 Tipps dabei, dir dabei helfen können.  

  • Etabliere Klare Arbeitszeiten: Auch wenn du zu Hause arbeitest und keine festen Arbeitszeiten vorgegeben sind, ist es ratsam, klare Regeln für die Zeiteinteilung im Homeoffice festzulegen. Die vertraglich vereinbarte Stundenanzahl gilt auch für die Arbeit von zu Hause aus. Das bedeutet, dass es nicht erlaubt ist, während der Arbeitszeit drei Stunden lang einzukaufen und diese Zeit dann als Arbeitszeit zu verbuchen. Viele Arbeitgeber verwenden daher Zeiterfassungsprogramme, um die Arbeitszeiten im Homeoffice zu kontrollieren. Wenn du jedoch selbst bestimmen kannst, wann du arbeitest, solltest du herausfinden, zu welcher Tageszeit du am produktivsten bist. Natürlich müssen auch im Homeoffice gemeinsame Meetings mit Kollegen oder Kundengespräche eingehalten werden. Daher ist es sinnvoll, mit dem Arbeitgeber oder Auftraggeber über die genauen Arbeitszeiten im Homeoffice zu sprechen und diese in den Leitfaden für das Arbeiten von zu Hause aus aufzunehmen. 
  • Erstelle dir eine To-Do-Liste: Starte den Computer, beantworte E-Mails, nimm einen Anruf entgegen und verfasse anschließend schnell einen Text - all diese kleinen Aufgaben musst du im Kopf behalten. Doch wenn beispielsweise jemand an der Tür klingelt, kannst du den geplanten Schritt schnell vergessen. Daher ist es sinnvoll, dir auch im Homeoffice eine Aufgabenliste zu erstellen. Erledigte Aufgaben können abgehakt werden, was wiederum bei deiner eigenen Überprüfung der Homeoffice-Regelung hilft. Wenn eine bestimmte Aufgabe im Büro zwei Stunden dauert, im Homeoffice jedoch sechs Stunden, stimmt die Organisation nicht.   
  • Lege Pausen ein: Arbeite effektiv und befolge die Vorschriften für das Arbeiten von zu Hause aus, damit du dich nicht in dieser Umgebung verlierst und die Zeit verstreichen lässt. Da es keine Kollegen gibt, die am Heimarbeitsplatz vorbeikommen und nach der gemeinsamen Mittagspause fragen, musst du selbst planen. Dennoch sind Pausen für deine Leistungsfähigkeit äußerst wichtig, da sie es ermöglichen, die Arbeit aus einer anderen Perspektive zu betrachten und neue Energie für zukünftige Aufgaben zu tanken. Es reicht nicht aus, gemäß den Regeln für das Arbeiten von zu Hause aus drei Minuten lang vom Schreibtisch aufzustehen und zum Fenster zu gehen. Gemäß den Vorschriften für das Arbeiten von zu Hause aus sollte deine Pausenzeit nach spätestens vier Stunden mindestens 30 Minuten betragen, idealerweise ist ein Spaziergang im Freien Teil dieser Regeln für das Arbeiten von zu Hause aus. 

Fazit: Alles hat seine Vor- und seine Nachteile

Wie du sehen kannst, hat das Homeoffice seine Vorteile und seine Nachteile. Ob es etwas für dich und deinen Beruf ist, musst du herausfinden, in dem du es versuchst. Wenn du von zuhause aus besser arbeitest – super! Wenn nicht: Arbeite weiter im Büro. Wie eine Person produktiv arbeitet, ist komplett individuell.