Meisterprüfung von A bis Z - Alles, was du darüber wissen musst!

Du möchtest dich weiterbilden und überlegst, Handwerksmeister zu werden? Wir zeigen dir, bei welchen Berufen eine Meisterpflicht gilt was dich dabei erwartet. Mit den richtigen Tripps schaffst du den Weg zum Meisterbrief

Mann mittleren Alters steht in einer Werkstatt und schaut lächelnd in die Kamera. Er verschränkt die Arme und trägt eine Handwerks-Schürze.
Finde mit der Meisterprüfung den Weg für deine Karriere! /Quelle: AdobeStock

3 Gründe, warum du die Meisterprüfung ablegen solltest

Auch nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung kannst du bereits erfolgreich deinen Handwerksberuf ausüben. Dennoch entscheiden sich viele Menschen dafür, sich weiterzubilden und die Meisterprüfung abzulegen. Denn ein Meisterbrief eröffnet dir zusätzlich zu deiner Ausbildung viele Möglichkeiten. Möchtest du mehr aus deiner Karriere machen, sprechen diese 3 Gründe für eine Meisterprüfung:    

  • Qualitätsmerkmal: Der Meisterbrief wird hochgeschätzt und hängt in vielen Werkstätten präsent an der Wand. Denn nicht nur in Deutschland ist er ein Qualitätsmerkmal, auch in anderen EU-Ländern kannst du dadurch erfolgreich Karriere machen.  
  • Selbstständigkeit: Eine erfolgreiche Meisterprüfung ermöglicht es dir, dich selbstständig zu machen und deinen eigenen Betrieb zu eröffnen. Dadurch bist du dein eigener Chef und kannst deinen Betrieb nach deinen Wünschen führen.  
  • Ausbilden von Lehrlingen: Bist du ein Handwerksmeister oder eine Handwerksmeisterin, bist du befugt, selbst Lehrlinge auszubilden und Azubis in deinem Betrieb über deine Kenntnisse zu unterrichten. So spielst du eine tragende Rolle in der Ausbildung junger Handwerker.  

Meisterprüfung - Pflicht oder nicht?

Viele Menschen verknüpfen eine Meisterprüfung mit einem Handwerksberuf. Welche Berufe genau dahinterstecken und wann es Pflicht ist, erfährst du hier. Seit 2019 besteht für einige Berufe eine Meisterpflicht, um Qualität und Qualifikation zu sichern. Es gibt aber immer noch Bereiche, bei denen du selbst entscheiden kannst.  

12 Berufe mit Meisterpflicht:  

  • Fliesen-, Platten- und Mosaikleger 
  • Parkettleger  
  • Estrichleger  
  • Betonstein- und Terrazzohersteller 
  • Schilder- und Lichtreklamehersteller  
  • Rollladen- und Sonnenschutztechniker
  • Drechsler und Holzspielzeugmacher
  • Böttcher
  • Raumausstatter
  • Glasveredler
  • Orgel- und Harmonium-Bauer
  • Behälter- und Apparateurbauer  

Bereiche, mit Option zum Meister:  

  • Friseur-Handwerk, 
  • Elektroniker-Handwerk, 
  • Metall-Handwerk 
  • Dachdecker-Handwerk, 
  • Drucker-Handwerk und 
  • Maler-Handwerk. 

Wie sieht eine Meisterprüfung aus?

Um den anerkannten Meisterbrief zu erlangen, musst du erst einmal die Meisterprüfung absolvieren. Jedes Gewerk besitzt eine eigene Meisterprüfungsordnung, in der die jeweilige Prüfung geregelt ist. Die Meisterprüfung besteht aus vier Teilen und wird von den Meisterprüfungsausschüssen der Handwerkskammern abgenommen. Voraussetzung zur Zulassung zur Meisterprüfung ist in der Regel eine erfolgreich abgelegte Gesellenprüfung im selben Handwerk.  

  1. Fachpraxis: Meisterprüfungsprojekt mit abschließendem Fachgespräch  
  2. Fachtheorie: schriftliche Prüfung
  3. Betriebswirtschaft und Recht: schriftliche Prüfung 
  4. Berufs- und Arbeitspädagogik (nach Ausbilder-Eignungsverordnung): schriftliche sowie mündliche Prüfung  

Abschlussprüfung steht bevor – was tun?

Eine Weiterbildung zum Meister oder zur Meisterin findet für viele meist berufsbegleitend statt. Da bleibt wenig Zeit für intensive Lernstunden. In solchen Fällen bietet es sich an, an Fernlehrgängen teilzunehmen, um sich auf die Prüfung vorzubereiten. So kannst du deine Lernzeiten individuell und flexibel an deinen Alltag anpassen. Zudem werden zahlreiche Vorbereitungskurse angeboten, die dich unterstützen. Grundsätzlich gibt einige Tipps, mit denen du deine Meisterprüfung erfolgreich meistern kannst. Wir haben 3 Tipps für deine Vorbereitungsphase zusammengestellt:  

  1. Zeitplan erstellen: Insbesondere für den schriftlichen Teil musst du viel lernen und dich gut vorbereiten. Um Zeitdruck zu vermeiden, stelle dir gleich zu Beginn deiner Lernphase einen geeigneten Zeitplan mit viel Puffer zusammen. So kannst du dich entspannt und problemlos vorbereiten. 
  2. Fragen stellen: Traue dich Fragen zu stellen und Feedback von Arbeitskollegen und anderen Handwerksmeistern und – meisterinnen einzuholen. Sie können dir sowohl für die praktische als auch die schriftliche Prüfung Tipps geben und dir die Angst nehmen. 
  3. Ziel vor Augen behalten: Wenn dir alles einmal zu viel erscheint, gib nicht auf. Vergiss nicht, warum du die Meisterprüfung machen wolltest, und halte an deinem Ziel fest. Es wird sich lohnen!  

Fazit – Mit der Meisterprüfung zum Karriere-Ziel!

Möchtest du mehr aus deinem Beruf machen, verfolgst höhere Ziele oder hast einfach noch nicht ausgelernt? Dann ist die Meisterprüfung genau das Richtige für dich! Denn nicht nur beruflich auch privat kann eine Weiterbildung sinnvoll für dich sein. Mit der richtigen Herangehensweise und einer guten Struktur kommst du erfolgreich durch deine Meister-Ausbildung. Solange du mit Spaß an die Sache herangehst, steht deiner weiteren Karriere als Handwerksmeister oder – meisterin nichts im Weg